Staatspreis Consulting 2009 - Ingenieurconsulting

Die Preisträger

Projekt: Exjection® Technologie
Kunde: Hybrid Composite Products Gmbh

DI Gottfried Steiner, Ingenieurbüro für Kunststofftechnik, Poststrasse 12, A-8724 Spielberg
Tel: +43 3512 72 77 6 – 0, Fax: +43 3512 72 77 66,
www.ibsteiner.com, www.exjection.com

Bei der K2007 in Düsseldorf, der weltgrößten Kunststoffmesse, wurde die EXJECTION® Technologie das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Experten beurteilen die neue Technologie zur Herstellung von langen Bauteilen auf kleinen Spritzgießmaschinen als erste wirklich bedeutende Innovation im Bereich Spritzgießen seit Jahren. Die Extrusion, das konventionelle Verfahren zur Fertigung von Kunststoffprofilen, und das Spritzgießen werden mit EXJECTION® in einem Prozess kombiniert. Damit können Profile mit hochwertigen Oberflächen und Leisten mit funktionellen Geometrien, wie Endkappen, Schnapphaken und Schraubdome, sehr wirtschaftlich hergestellt werden. Die EXJECTION® Technologie nutzt die Vorteile beider Technologien, ohne deren Nachteile zu übernehmen. Kennzeichen für das enorme Potential der EXJECTION® Technologie sind 80 % geringerer Energieverbrauch, 40 % reduzierte Anlagekosten und 20 % günstigere Herstellkosten. Die EXJECTION® Technologie wurde vom IB STEINER im Auftrag der Hybrid Composite Products GmbH, beide 8724 Spielberg, mit einem Entwicklungsbudget von 1,3 Mio. EUR entwickelt. Namhafte Unternehmen der Kunststoffbranche waren in die Umsetzung zur Serienreife miteingebunden und sind am weltweiten Erfolg maßgeblich beteiligt

Nominierungen:

Kategorie: Infrastruktur

Projekt: Geothermieprojekt Simbach-Braunau
Kunde: Gsb – Geothermie Simbach-Braunau Gmbh

Geoteam, Technisches Büro für Hydrogeologie, Geothermie und Umwelt Ges.m.b.H., Bahnhofgürtel 77, A-8020 Graz
Univ.-Prof. Dr. Johann Goldbrunner, Tel/Fax: +43 316-269 269, +43 316-269 269 15,
E-Mail: office(at)geoteam(dot)at, www.geoteam.at

DAS PROJEKT | Die Geothermie als erneuerbare Energie wird sowohl im kleinen Maßstab als oberflächennahe Geothermie über Wärmepumpen als auch großmaßstäblich für die Stromerzeugung, Fern- und Nahwärmeversorgung, Balneologie und Landwirtschaft eingesetzt. Das länderübergreifende Geothermieprojekt Simbach-Braunau ist das Beispiel eines erfolgreichen PPP-Modells. Auf Basis der 1999 hergestellten Tiefbohrungen Thermal 1 und 2 wurde ein geothermales Fernwärmenetz aufgebaut, das mittlerweile eine Länge von fast 40 km bei einer Gesamtanschlussleistung von 39 MW erreicht hat.
Der Geothermieanteil an der Jahresarbeit von 65 GWh beträgt 2/3. Im Jahr 2009 wurde im Rahmen eines EU Projektes die Stromerzeugung mit Hilfe geothermaler Energie am Standort Simbach-Braunau realisiert. Die Bruttoleistung der ORC-Turbine beträgt 200 kW. Die Fa. Geoteam hat sämtliche Planungs- und Gutachterleistungen im Rahmen der Niederbringung der Tiefbohrungen und des Monitorings des laufenden Betriebes erbracht. Im EU-Projekt für die geothermale Stromerzeugung war Geoteam für die Gesamtabwicklung des Demonstrationsvorhabens verantwortlich.

Kategorie: Forschung und neue Technologien

Projekt: Engineering & Supply of the Ladle Furnace and Vacuum Degassing (Vacuum Stream Degassing) for the Secondary Metallurgical Complex & Ingot Casting
Kunde: Seah Besteel Corporation, Korea

INTECO special melting technologies GmbH, Wienerstrasse 25, A-8600 Bruck a.d. Mur
Tel/Fax: +43 3862-53110-0, +43 3862-53844, E-Mail: inteco(dot)austria(at)inteco(dot)at, www.inteco.at

DAS PROJEKT | Für SeAH Besteel Corporation in Korea konnte im Mai 2009 ein von INTECO konzipiertes, neues sekundärmetallurgisches Werk in Betrieb genommen werden. Der Auftrag umfasste die Lieferung eines 160 t Pfannenofens, einer 160 t VD (Vakuum Entgasung) Anlage und 7 Vakuumgefäßstationen für die Gießstrahl- und Pfannenentgasung inklusive Elektrik und Automatisierung. Der Auftrag wurde im Jänner 2008 erteilt, im November 2008 wurden die Anlagenkomponenten ausgeliefert und in der Rekordzeit von nur 9 Wochen in Betrieb gesetzt. Mit dieser Anlage können Schmiedeblöcke von 60 t bis 500 t gegossen werden, die großteils in der Energiewirtschaft benötigt werden. Durch das Vergießen unter kontrolliertem Vakuum werden Stahlqualitäten erreicht, die eine höhere Betriebstemperatur im Einsatz erlauben. Dies ist deshalb in der Energiewirtschaft von großer Bedeutung, als dass mit steigender Temperatur in einer Turbine der Wirkungsgrad steigt, womit wiederum ein geringerer Primärenergieeinsatz notwendig ist. Mit den von INTECO konstruierten Anlagen ist es nun möglich, Blöcke in einer Größe zu erzeugen die über die Größe einer einzelnen Stahlwerkspfanne hinausgehen und die in dieser Größe und in dieser Qualität bisher kaum erzeugt werden konnten. Mit diesem Referenzprojekt, das in einer beispielhaften Kooperation mit dem Kunden SeAH Besteel umgesetzt wurde, hat INTECO ein wichtiges Fundament für die weitere Wachstums- und Internationalisierungsstrategie gesetzt.

Kategorie: Umwelt und Energie

Projekt: Spar Zentrallager Üllö – Alternative Energieversorgung
Kunde: Spar Österreichische Warenhandels AG

Moser & Partner Ingenieurbüro GmbH, Salzbergstraße 13, A-6067 Absam in Tirol
Tel/Fax: +43 5223 22 112, +43 5223 204 723, E-Mail: office(at)moser-partner(dot)at, www.moser-partner.at

DAS PROJEKT | „SPAR baut grün“ lautet eine Philosophie der SPAR Gruppe. Nach diesem Grundsatz wurden unter Beteiligung von Moser & Partner als TGA-Planer bereits mehrere Projekte im In- und Ausland erfolgreich realisiert. Auch mit der Entwicklung eines innovativen Energiekonzepts für ein 50.000 m² großes Logistikzentrum in Ungarn betraute SPAR das Ingenieurbüro für gebäudetechnische Gesamtlösungen in Tirol. Das entwickelte Haustechnik-Konzept trägt allen Anforderungen des Gebäudes in Bezug auf Raumwärme und -kälte Rechnung und optimiert vor allem die Bereitstellung der Gewerbekälte, die den größten Energieverbraucher im Gebäude darstellt. Durch die Verwendung von Grundwasser für die Rückkühlung der Gewerbekälteanlagen wird ein energetisch und wirtschaftlich optimierter Betrieb erzielt. Allein die Stromaufnahme zur Bereitstellung der 2.700 kW Kälteleistung reduziert sich gegenüber einer luftgekühlten Standard-Anlage um beachtliche 40 %. Das durch die Rückkühlung der Kälteanlagen erwärmte Grundwasser wird in Puffern bevorratet, um für die 1.600 kW große Wärmepumpenanlage ideale Betriebsbedingungen zu schaffen. Dadurch kann die gesamte Heizleistung des Gebäudes mit nur 320 kW elektrischer Antriebsleistung der Wärmepumpe bereitgestellt werden. Das Ergebnis ist eine Energie- und CO2-SPAR-Anlage, die durch 40 % geringere Betriebskosten und eine CO2-Einsparung von 1.000 Tonnen pro Jahr gegenüber einer Standard-Lösung überzeugt. SPAR baut grün: Mit Energiekonzepten der Moser & Partner Ingenieurbüro GmbH.

Kategorie: Urbane und räumliche Planung

Projekt: Hochwasseralarmpläne March
Kunde: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung Abteilung Wasserwirtschaft
Abteilung Feuerwehr und Zivilschutz

riocom – Ingenieurbüro für Kulturtechnik und Wasserwirtschaft
DI. Albert Schwingshandl, Siebensterngasse 31/2, 1070 Wien
Tel/Fax: +43 1 4941687-0, +43 1 4941687-30, www.riocom.at

DAS PROJEKT | In den vergangenen Jahrzehnten wurden umfangreiche Hochwasserschutzmaßnahmen in Österreich umgesetzt. Die Schutzansprüche der Bevölkerung und der Wirtschaft können bis zu einem Grad erfüllt werden, in dem dies ökonomisch und ökologisch machbar ist. Dennoch verbleibt ein Maß an Restrisiko, dass Schutzanlagen versagen oder Überlastereignisse eintreten. Alarmpläne können einen Ressourcen schonenden Beitrag leisten, die Schäden im Katastrophenfall möglichst gering zu halten. Die Bereitschaft der Einsatzkräfte und die Eigenverantwortung der Bevölkerung werden erhöht. Maßnahmen zur Vermeidung und Abwehr der Gefahren werden konzipiert. Die Kommunikationsabläufe der Behörden werden optimiert. An der March wurde von riocom im Auftrag der NÖ Landesregierung und unter Mitwirkung aller Stakeholder ein konsistenter Prozess der Katastrophenschutzplanung – von einer einzugsgebietsbezogenen Hochwasser-Gefahrenanalyse bis zur lokalen Notfallplanung – erfolgreich umgesetzt. Das entwickelte Vorgehensmodell wird Grundlage für die flächendeckende Ausarbeitung von Alarmplänen in Niederösterreich sein und in die Umsetzung der EU Hochwasser-Rahmenrichtlinie einfließen.

Jurypreis im Rahmen des Staatspreis Consulting 2009

Projekt: 380kV - Hochspannungskabelkühlung
Kunde: Wienstrom GmBH

Ing. Roman Weigl, MSc, rew-Consulting, Ingenieurbüro für Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, Kältetechnik und Elektroanlagenbau
Anton Baumgartner Straße 44 / C5 / 0603, 1230 Wien, Tel. & Fax: +43 1 923 51 24,
E-Mail: roman(dot)weigl(at)rewconsulting(dot)at, www.rewconsulting.at

DAS PROJEKT | „Neue Energie für die Stadt!“ – Quer durch Wien verlaufen seit 30 Jahren zwei 12,5 km lange erdverlegte Hochspannungskabelsystem. Durch den stetig steigenden Leistungsbedarf würde das Kabelsystem weit über seine Grenzen belastet werden. Wir haben ein System der Kühlung entwickelt, das die Übertragungskapazität der Kabel nahezu verdoppeln und diese noch weitere 20 Jahre betrieben werden können. 80 Meter Höhenunterschied mussten überwunden werden. Daher erfolgt die Aufteilung auf mehrere hydraulische Kühlkreise. Das System, einmal eingeschaltet, stellt vollautomatisch die Kühlleistung sicher. Betriebsrelevante Komponenten sind dreifach ausgeführt. Als Trägermedium dient Wasser. Bei einer Leckage wird das Grundwasser Wiens nicht beeinträchtigt. Free-Cooling-Einrichtungen sind bei den vier Kühlstationen vorgesehen. Abhängig von Außen- und Lastverhältnissen werden die Kältemaschinen gestoppt und die Kühlung erfolgt über evaporative Rückkühler. Die Kühltemperatur gleitet von 10°C auf 25°C.
Vorteile, die bereits im In- und Ausland Beachtung fanden:
1.) Minimierung von Bautätigkeit und Kosten (mindestens Euro 80 Mio. gespart)
2.) Nachhaltige Nutzung bestehender Ressourcen
3.) Energieoptimiertes Kühlen durch Nutzung der Umwelt

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